So schickten die Hordo ihre Schöpfungen aus und waren anfangs zufrieden. Alle ihre Kinder gesellten sich an die Seite der Elverra und trieben die schwarze Flut weiter und weiter in die Berge hinein. Die Benori und die Gnisis bekämpften das Böse selbst noch abseits der warmen Sonne und sie schienen Erfolg zu haben.
Doch eines Tages traten aus den Sümpfen der Welt neue Ungetiere und aus den Welten unter der Erde krochen bösere Wesen, die selbst die geeinten Rassen der Hordo zu vertreiben drohten. Der Krieg war noch nicht beendet.
Doch es gab einen auf Roduras, der nach eben den gleichen Taten trachtete, wie es die Hordo taten. Ganalad, Herr des Todes wollte auch schaffen und Teil der Schöpfung sein. Sein Traum schien sich beim Rat aller Götter zu formen, und nun wollte er ihn Wirklichkeit werden lassen. Er wollte dem Krieg auf Nordian ein Ende setzen, denn selbst ihm war Gohoorn und sein Gesindel nicht wohlgesonnen.
Und so nahm er alle Elemente der Welt. Luft und Wasser, Erde Noridans und Feuer und formte sich ein Wesen, das nach Macht strebte und den Elverra gleich werden sollte. Mit seinem schwachen Atem machte er lebendig, was sonst tot und er schuf unter den Fittichen des Todes den Lista, den Menschen. Und Trestolt sah, was Ganalad tat, fuhr in die Höhe und rief:
"Dir, Ganalad, ist es nicht bestimmt ein Wesen so zu verdammen, wie du es vorhast, denn die Zeit, Trestolt, wird den Menschen dahin raffen, so schnell, dass für dich nur ein Tag vergeht."
Und Trestolt riss Ganalad den Lista aus der Hand und rief seine Geschwister zusammen.
Ganalad verstand nicht, warum sein Vater die Schöpfung beschimpfte. Der Gott des Todes verfluchte Trestolt und zog sich zurück in seine Festung, wo er die Hordo noch heute beschimpft.
Die Erz-Götter legten an der unvollkommenen Schöpfung Ganalads Hand an.
Trestolt legte ihm die Zeit inne, denn der Mensch war durch Ganalad schwach geworden und konnte nicht lang auf Noridan bleiben. Mit dem Segen Trestolts sollte der Mensch seine Zeit auf der Welt als ausreichend ansehen, um seine Aufgaben zu erfüllen. Zebadian gab dem Menschen Kraft, denn alle Lande waren besetzt und er sollte sich anpassen und allem wiederstehen, bis auf den Tod. Quinénes legte die Hand auf das Haupt des Menschen und sagte ihm still ins Ohr: "Du wirst ein Lehrling von allem sein können, denn nichts ist dir verwehrt. Nicht der Krieg und nicht die Kunst, nicht die Heilkunde und auch nicht das Geschick. In nichts wirst du so gut sein, wie es andere sind, denn die Zwerge sind Meister der Schmiede- und Kriegskunst, die Gnome sind Herren im Schleifen der Erdschätze, die Halblinge werden immer fröhlicher und gewandter sein als du und die Elfen, sie werden ewig leben und ihre Weisheit übertriffst du nicht. Aber du wirst Lehrling von allem sein und so ein Gegenstück von jedem. So lebe, denn du wirst nur kurz verweilen. Finara jedoch wird dir gutgesonnen sein."
Und so setzten die Kinder Thranduils den Menschen in die Welt, der durch Ganalad schwach war.
Doch die Hordo sahen, wie der Mensch sich anpasste und sich mehrte. Seine kurze Zeit auf der Welt schien ihn nicht zu kümmern, denn jede Generation brachte mehr seiner Art hervor. Der Mensch erlernte jegliche Kunst mit einer Leichtigkeit, die keiner der Götter geahnt hatte.
Und so war es auch der Mensch, der durch seine große Zahl, durch seine Gunst, viele seiner Art geschickt zu führen und durch seinen Ehrgeiz, dem Dunkel des fremden Gottes entgegen trat. Mit den Elverra, den Benori, den Gnisis und den Quesar zur Seite, bekriegte er die neue Aufruhr des Feindes und schlug sie in tausend Schlachten dieses ersten Zeitalters zurück.
Die Götterfamilie sah Gutes im Menschen und Ganalad wurde verziehen. Kothnun legte immer wieder seine Hand über Noridan, damit Frieden herrscht, doch Gohoorns Kinder kehrten stetig zurück.
Der Mensch bereicherte die Welt und lebte mit ihr im Einklang. Er brachte viele Generationen hervor und entdeckte neue Künste der Welt. Er war für alles zu begeistern und lebte in jedem Winkel Thranduils' Schöpfung.
Und so endet der Weg der Götter bei der Vertreibung der Flut Gohoorns. Im weiteren Weg der Welt haben die Götter gemerkt, das der Mensch auch Schwächen hat. Das Böse wuchs in ihm am schnellsten und Gohoorn erlangte Macht über einige der jüngsten Wesen der Welt. Trotz seiner Kunst, Böses zu zerschlagen, ist er anfällig gegen das Chaos. Er wird immer wieder Schicksal der Welt aber auch ihr Standbein sein. Er wird die Götter kennen, denn viele der Götter schätzten den Menschen.
Die Elfen, Zwerge, Gnome und Halblinge haben ihr eigenes Leben und vergaßen viele ihrer Hüter. Einige der Hüter waren allen Arten der Götterkinder bekannt, einige gerieten in mancher Vergessenheit.
So endet hier der Weg der Götter und es kamen neue Hüter nach Roduras. Einige wurden zerschlagen, andere blieben. Die in der Schöpfung Genannten überlebten jegliche Zeit und Elf, wie Mensch und andere verehren sie heute noch.
Die Hordo waren Richter und ihre Kinder waren Wächter. Selbst Ganalad, der die Welt zu dem machte, was sie heute ist, hütet in seinem eigenen Sinne über Noridan.
Die Welt segne Roduras, denn dort liegt der Vater des endlosen Seins.