Yavalet
Gott des Glücks


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Yavalet, die wohl zufälligste Schöpfung des Erzgottes Trestolt, steht für jenes Attribut, welches seine Entstehung hervorgerufen hat. Zufall und Glück. Der Gott des Glücks, Frohsinns und Zufalls, einer der kleineren Götter im Pantheon Thranduils, ist ein fröhlicher aber auch chaotischer Gott mit guten Absichten. Er ist offen, tolerant, optimistisch, spaßig aber auch furchtlos.
Da Yavalet eine Schöpfung in der Zeit der Verzweiflung war, ist er ebenso, wie Finara oder auch Epit, ein spiritueller Gott, der der Welt Hoffnung und Friede bringen sollte. Er sorgt dafür, dass jedes empfindsame Wesen auf Noridan glücklich ist.
Yavalet ist ein freundlicher Gott, dessen Pläne durch sein Talent, zu improvisieren, entstehen. Seine chaotische Natur bewirkt, dass seine Weltpläne oft geändert werden und somit meist undurchschaubar sind. In menschlichen Maßstäben betrachtet, scheint dieses Talent jedoch jedem Gott innezuwohnen, bei Yavalet allerdings, heißt es in den Schriften, zweifeln die Götter selbst manchmal.
Yavalet verachtet das Unglück der Krankheit und damit Chon, den Gott der Krankheit als auch alle bösen Götter, da ihr Glück stets das Unglück anderer, gutgesinnter Menschen bedeutet.

Die Priester Yavalets sind eine polytheistische Glaubensgemeinschaft. Sie beten neben Yavalet in selteneren Fällen auch Trestolt oder Epit an, verkehren mit den Priestern Epits und tolerieren und akzeptieren die Priester anderer Götter. Sie wissen auch um die Existenz böser Götter. Jene verabscheuen die Glücksmönche, wie die Priester des Gottes genannt werden.
Yavalet ist ein sehr weltnaher Gott. Durch die Existenz seiner Priester überall auf Noridan (zumeist auf Kadur) zeigt sich in erster Linie seine Präsenz. Allerdings heißt es in vielen Schriften, dass ein Kadrakiri (ein Glücksmönch) einen Mann seines Glaubens ge-troffen hätte, der auf einer bronzenen Laute ihm ein Lied gespielt hat, dessen Trauer ohne gleichen war. Später wurde aus all diesen Berichten die Legende, dass einzig Yavalet selbst Trauerlieder in den Gewändern des Glücks spielen kann, um seine Anhänger zu testen. Noch bis heute halten sich Berichte, dass ein Trauerlieder singender Mönch die Welt bereist und das Lied, das er singt, das Lied der Götter sei, das in Roduras den Äther erfüllt.
Das größte Heiligtum des Yavaletglaubens sind die einsamen Tempel, in die sich die Mönche für einige Zeit höchstens einmal im Jahr zurückziehen dürfen. Weiterhin ist das gute empfindsame Wesen ein Heiligtum für den Glücksgott, dass es im Sinne Yavalets aufzumuntern (aufmuntern heißt im Glauben Yavalets, der Seele Schutz vor Zerfall geben) gilt.
Das heilige Buch des Glaubens ist ein in eintausend Steinplatten gehauenes Lied von der Welt, die so genannte "Choralis" Abschrif-ten von dieser Überlieferung der Geschichte Yavalets und seines Glaubens dürfen nur in Stein gemeißelt werden. Es existiert keine Papierabschrift.
Das Ende der Welt sehen die Glücksmönche nur im Stillstand der Zeit. Ihrem Glauben nach wird die Welt ewig existieren und das Glück sucht jeden auf seine Art irgendwann heim. Einzig wenn der Erzgott Trestolt, so heißt es, abermals schläft und die Zeit der Welt ein drittes und letztes Mal stehen bleibt, stürzt die Welt zur Endzeitglut (so steht es im Lied der Götter geschrieben).
Die Schrift sagt weiterhin vorher, dass es einen Tag geben wird, der vom Glück überströmt sein wird. Und an jenem Tag, heißt es, wird Yavalet in seiner vollen Göttlichkeit Noridan besuchen, ein neues Zeitalter verkünden und das Unglück und die Trauer für lange Dekaden vergessen machen. Die Priesterschaft des Glücks wartet mit Sehnsucht auf diesen Tag, denn noch nie, nach dem ersten Zeitalter, hatte ein Gott die Welt betreten und sei es Yavalet, dann, so glauben die Kadrakiri, wäre ihr eigenes Glück vollkommen.
Die Glücksmönche glauben an die Wiedergeburt, wenn ihr Körper oder der eines anderen Wesens, glücklich stirbt. Da sie das Leben schätzen, ist dieser Glaube ein weiterer Antrieb, das Glück in den Herzen zu schüren, denn die gutmütigen Lebewesen verdienen es den Kadrakiri nach, alle, erneut zu leben.
Yavaletmönchen wird nicht verboten, sich in die Leben anderer einzumischen. Ganz im Gegenteil lernen sie, dass nur so manche verlorene Seele wieder den Weg der Glückseeligkeit findet. Allerdings dürfen die Priester keinen Kampf beginnen. Ihre Verehrung des Lebens gebietet ihnen, kämpferischen Auseinandersetzungen aus dem Weg zu gehen und ihre Fähigkeiten nur zur Verteidigung ihres oder eines anderen Lebens zu benutzen.


Pflichten der Priesterschaft

Der WürfelDas Zeichen des Gottes von Glück und Zufall ist ein sechsseitiger Würfel.
Die Priester Yavalets werden nicht als Priester, sondern als Mönche bezeichnet. Diese so genannten Glücksmönche oder Kadrakiri kümmern sich, wie ihr Gott, um die Welt und das Wohlergehen ihrer gutherzigen Bewohner.
Es gibt nur wenige Tempel des Glücks auf der Welt, da die meisten Mönche Nomaden Noridans oder Straßenprediger sind, um ihren Auftrag, Frohsinn und Glück zu verbreiten, bestmöglich erfüllen zu können. Eine ihrer obersten Direktiven ist: "Unser Tempel ist die Welt." Yavaletmönche sind wurzellos und kehren höchstens einmal im Jahr zu einem der wenigen Tempel zurück, die dann in vollkommener Abgeschiedenheit und Ruhe, meist auf einem hohen Berg oder in einem einsamen Tal liegen. Bis auf jene Tempel gibt es keine festen Heiligtümer Yavalets auf Noridan.
Die Mönche verbreiten seit jeher nicht ihren Glauben durch fanatische Versuche, zu bekehren, sondern durch einfache Präsenz. Sie vertreten die Meinung, Yavalet wohnt allen inne, denn jeder hat einmal Glück im Leben. Hier und da fördern sie Frohsinn und Glück verschiedener unglücklicher Leute und vertreten damit ihr Motto: "Viel Glück ist selbst gemacht." Nur selten lassen die Mönche den Namen ihres Gottes fallen und zeigen der Welt, dass Yavalet mit diesem oder jenem Zufall in Verbindung steht. Wer zu dem Gott des Glücks finden will, findet ihn auch, alle anderen sollen trotz alldem glücklich sein, denn Toleranz ist eine der größten Stärken der Kadrakiri.
Die Glücksmönche leben polytheistisch. Sie beten zwar hauptsächlich Yavalet an, respektieren und akzeptieren jedoch jeden anderen Gott, denn eine solche Heiligkeit, wie es ein Gott ist, sollte man nicht ignorieren. Selten, aber es kommt vor, beten Glücksmönche auch zum alten Erzgott Trestolt oder zum Gottbruder Yavalets, Epit.
Glückspriester versuchen die Situation von Bittstellern zu analysieren und machen Vorschläge, das Leben der traurigen Leute glück-licher zu gestalten. Manchmal helfen sie dem Glück durch ihre Einmischung etwas nach; sie richten es zum Beispiel so ein, dass zwei Leute, die einander helfen können, ein gemeinsames Ziel zu erreichen, sich treffen.. Oft kommt es vor, dass Glücksmönche auf eine Gemeinde oder einen Ort treffen, der Unglücksfälle zu verzeichnen hat. Dann setzt sich der Priester dafür ein, dass die Lage im Ort verbessert wird. Meist erfolgt diese Einmischung auf weise jedoch schelmische Art.
Kadrakiri sind wachsam gegenüber allen bösen Göttern und vor allem dem Gott der Krankheit.
Glücksmönche dürfen niemals einen Kampf anfangen. Sie dürfen nur kämpfen, um sich oder andere zu verteidigen. Sie müssen mindestens ein Musikinstrument beherrschen. Der Weg des Glücksmönches ist geprägt von der Lehre nach Optimismus und andau-ernder Fröhlichkeit, der Kunst des Zuhörens und Aufmunterns.


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