Ardrivis
Göttin der Natur


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Ardrivis ist die Königin der Natur und Tochter der Mutter der Erde, Quinenes. Ohne ihre Aufsicht würde die Welt der Lebenden ziellos dahinsterben und vergehen. Ohne sie würde keine Pflanze auf der Erde wachsen und kein Tier würde geboren. Ardrivis lehrte die Menschen, die Natur zu nutzen und sie sich untertan zu machen, ohne sie jedoch zu schlagen und zu zerstören. Hand in Hand mit Myrmenis, der Göttin des Ackerbaus unterrichtete sie den Menschen, Pflanzen und Tiere zu lieben und zu ehren und unterwies die Natur, dem Menschen huldig zu sein, denn nur durch sie konnte er leben.
Im allgemeinen ist Ardrivis eine wohlwollende Göttin, zögert aber nicht, den Menschen zu strafen, der ihr Gebot nicht achtet und sich ihren Schützlingen in den Weg stellt.

Die Gläubigen der Göttin sehen die Natur als Bindeglied zu ihrer Hüterin und gehen davon aus, dass Ardrivis eine der wenigen Göttinnen ist, die noch in einer engen Verbindung zur natürlichen Welt steht. Das Buch der Ardrivis, die E'iron, schreibt, dass Ardrivis für die Natur und ihre Anhänger Sorge trägt und sie achtet.
Die E'iron sagt voraus, dass der Tod der Anhänger der Göttin der Aufstieg in ihre Hände bedeutet. Ein schwarzer Rabe setzt sich auf den Leichnam der Gottesanhänger und trägt die Seele hinaus in die Welt, um sie einem Tier oder einer Pflanze der Natur einzuverleiben. Von dort aus wandert die Seele zeitlos von Lebewesen zu Lebewesen. Die Seele kehrt nur in Wesen ein, die der einstige Gottvater, Thranduil schuf, jedoch nicht in die Körper der Elfen, denn sie sind nicht ausschließlich Ardrivis' Schützlinge. Aus dem Grund, dass in jedem Tier und in jeder Pflanze Seelen von Brüdern und Schwestern leben, hüten die Anhänger diese Wesen ohne Ausnahme.
Die Jagd und ähnliche Tätigkeiten sind in soweit gestattet, wenn sie dem Wohle und den Bedürfnissen entsprechen. Nur so ist gewährleistet, dass das getötete Tier oder der gefällte Baum die Seele frei gibt und diese ungestört weiter wandern kann. Tötet die Gemeinschaft der Göttin der Natur Tiere und Pflanzen grundlos, so schreibt es die E'iron, wird auch eine Seele zerstört. Mit einem solchen Vergehen fällt die Anhängerschaft in Ungnade und muss mit dem Zorn der Göttin rechnen.
Über die Zukunft der Welt sagt die E'iron nur voraus, dass das Reich der Göttin schwinden wird, und alle Schänder der Natur, die dieses Schwinden mit verschulden, von dem heiligen Speer Ardrivis' getötet werden. Für die Seelen der Anhängerschaft, für die Glaubenden der Natur und für die Seelen der Tiere und Pflanzen hält die Göttin der Natur ein Reich voller Harmonie bereit.
Die Priesterschaft lebt im Glauben an den Polytheismus, akzeptiert viele der existenten Götter, weiß aber, dass Ardrivis ihnen das erfüllteste Leben und eine gute Zukunft anbietet.


Pflichten der Priestergemeinschaft

Die Mistel Das Zeichen der Göttin Natur ist die Mistel.
Die Priesterschaft lehrt die Bevölkerung, die Gottheit der Natur zu verehren und zu fürchten. Sie stellt besonders heraus, dass der Mensch eine kleine, unbedeutende Sache neben der Großartigkeit der Natur ist und erkennen muss, dass eine empfindungsfähige Spezies nur ein Element, eine Zutat der Natur ist.
Die Priester müssen wachsam gegenüber allen Kräften sein, die die Natur bedrohen. Der dauerhafte Wohnsitz der Priesterschaft, ein Tempel oder eine Gebetsstätte, darf sich nicht innerhalb einer Stadtmauer befinden. Bei Belagerungen und anderen Umständen wird die Not als Ausnahme gestattet.
Der Tag der Priester beginnt mit einem Tribut an die Natur - nach einem Gebet am Morgen legen die Gläubigen stets die Hand auf die Erde und wünschen der Natur Kraft für den Tag. Dann legen sie das Ohr auf den Boden und lauschen dem Erwachen der Göttin.
Die Priester Ardrivis' müssen einmal pro Jahr im Geiste nach Eleusian kehren, um Ardrivis Tribut zu zollen. Eleusian stellt für die Gläubigen der Göttin einen Ort dar, an dem Ardrivis ihr Wissen an die Lebewesen Noridans weitergegeben hat. Einige der weisen Heiligen glaube immer noch, dass der Ort auf der Welt vorhanden ist. Die Zeremonie wird gemeinschaftlich in allen Stätten der Göttin am 14 Andun, dem siebenten Monat im Jahr gehalten. In früheren Zeiten sind viele Priester noch nach Villis Ternat in die freien Ebenen gereist, um am ‚Goldenen Baum' zu beten und zu meditieren. Dort, sagt die Geschichte, hat Ardrivis der Welt ein Zeichen ihrer Achtung gesetzt. Die Wege in die Stadt der Göttin sind aber gefährlich geworden und nur noch wenige machen sich auf die ungewisse Reise.

Das weiße Pferd, der Schimmel, ist bei den Priestern der Göttin das heiligste Tier. Dieses Tier wird als rein und weise angesehen und steht mit seiner Reinheit für alle Ideale der Natur. Das Quälen oder gar das Töten eines solchen Tieres ist für jedes Wesen eine Schande und das Vergehen wird von Ardrivis persönlich bestraft.
Weiterhin ist das Pferd an sich ein heiliges Tier. Es wird hoch geschätzt und verehrt.
Der Rabe, der Seelenbote der Natur, ist ebenso ein Heiligtum und darf nicht gefangen, gepeinigt oder getötet werden.


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